Hans Knappertsbusch : Parsifal - Richard Wagner - Bayreuth 1951 - Geleiten wir im bergenden Schrein - Zum letzten Mal
RICHARD WAGNER : PARSIFAL
Hans Knappertsbusch juillet-août 1951 Bayreuth Chor und Orchester der Bayreuther Festspiele 1951 : 1962 : - "There were two official, major-label albums of "Parsifal" conducted by Knappertsbusch at Bayreuth, from 1951 and 1962. The 1962 recording, with Jess Thomas, Irene Dalis and Hans Hotter (Philips 416 390; four CD's), has long been available on compact disk and is the better known. But the 1951 version, now on Teldec (9031 76047; four CD's), is the finer performance. The sound, though monaural, is perfectly adequate. Knappertsbusch's tempos are marginally slower and, hence, for those who appreciate that approach, marginally more compelling. But the main difference is the cast. Wolfgang Windgassen, in his Bayreuth debut, makes a wonderfully fresh, tenorial Parsifal. Martha Modl is at least Miss Dalis's equal as Kundry. The young George London (who reappears in 1962) is a tortured Amfortas, and Hermann Uhde a malevolent Klingsor. But the real difference lies in the singers of Gurnemanz, whose extended basso proclamations make him the key character, and performer, in any "Parsifal." In 1962 Knappertsbusch had Hans Hotter, the greatest postwar Wotan and a superb Gurnemanz. But in 1951 he had Ludwig Weber, whose noble voice and infinitely touching affinity for the part can bring tears to the eyes at each rehearing. Weber evoked that kind of emotion because he felt it himself. Monica Sinclair, an English mezzo-soprano, used to watch Weber's Gurnemanz from the wings at Covent Garden in the 1950's and reported to a friend that tears rolled down his cheeks during the Good Friday Spell at every performance." By JOHN ROCKWELL, - 1951 : Parsifal Wolfgang Windgassen ------ (Dritter Aufzug) ... ERSTER ZUG mit dem Gral und Amfortas. Geleiten wir im bergenden Schrein. den Gral zum heiligen Amte, wen berget ihr im düst'ren Schrein, und führt ihr trauernd daher? Während die beiden Züge an einander vorbeischreiten. ZWEITER ZUG mit Titurels Sarge. Es birgt den Helden der Trauerschrein, er birgt die heilige Kraft, der Gott einst selbst zur Pflege sich gab: Titurel führen wir her. ERSTER ZUG. Wer hat ihn gefällt, der, in Gottes Hut, Gott selbst einst beschirmte? ZWEITER ZUG. Ihn fällte des Alters siegende Last, da den Gral er nicht mehr erschaute. ERSTER ZUG. Wer wehrt' ihm des Grales Huld zu erschauen? ZWEITER ZUG. Den dort ihr geleitet, der sündige Hüter. ERSTER ZUG. Wir geleiten ihn heut, weil heut noch einmal – zum letzten Male! – will des Amtes er walten. Amfortas ist jetzt auf das Ruhebett hinter dem Gralstische niedergelassen, und der Sarg davor niedergesetzt worden. Die Ritter wenden sich mit dem Folgenden an Amfortas. ZWEITER ZUG. Wehe! Wehe! Du Hüter des Grals! Zum letzten Mal sei des Amtes gemahnt! AMFORTAS sich matt ein wenig aufrichtend. Ja – Wehe! Wehe! Weh über mich! So ruf ich willig mit euch. Williger nähm ich von euch den Tod, – der Sünde mildeste Sühne! [863] Der Sarg wird geöffnet. Beim Anblick der Leiche Titurels bricht Alles in einen jähen Wehruf aus. AMFORTAS von seinem Lager sich hoch aufrichtend, zur Leiche gewendet. Mein Vater! – Hochgesegneter der Helden! Du Reiner, dem einst die Engel sich neigten: der einzig ich sterben wollt, dir – gab ich den Tod! Oh! der du jetzt in göttlichem Glanz den Erlöser selbst erschaust, erflehe von ihm, daß sein heiliges Blut – wenn noch einmal heut sein Segen die Brüder soll erquicken, wie ihnen neues Leben – mir endlich spende den Tod! Tod! Sterben ... |

